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Podium im Gerberhaus

Adresse:
Gerberplatz 1
95444, Bayreuth, Deutschland

Jeni Williams

Datum:

Fr. 03. Mai 2002
um 20:30 Uhr

Location:

Podium im Gerberhaus

Veranstalter:

Jazzforum Bayreuth e.V.

Jeni Williams, vocHarry Lange, gi
Clemens Wagner, b
Santino Franceschi, dr
Wenn die aus Milwaukee, Wisconsin, stammende, nun in München lebende Sängerin zum Mikrofon greift und mit ihrer kräftigen und zugleich gefühlvollen Stimme anhebt, hat das Publikum die längste Zeit stillgesessen. Wie von selbst swingt und klatscht alles mit. Doch wodurch genau löst Jeni Williams bei den Leuten solche Begeisterungsstürme aus?
Zum einen liegt es an ihrer Ausstrahlung, ihrem Look und daran, wie sie sich zum Rhythmus der Musik bewegt. Zum anderen aber liegt es noch viel mehr an ihrer Stimme und ihrer emotionalen Bandbreite. Einmal haucht sie einen Song so zart ins Mikrofon, dass man ihn kaum noch vernimmt. Beim nächsten Song dagegen erzittern die Lautsprecher unter dem Aufschrei einer verzweifelten Geliebten. Doch selbst bei diesen Tonhöhen wirkt der Klang ihrer Stimme nie dünn; diese Stimme ist tief und rauchig und besitzt ihren ganz eigenen Charakter. Das Seufzen am Ende jeder Liedzeile vermittelt dem Publikum Gefühl und die Traurigkeit des Blues. Jeni Williams Darstellung dieser anklagenden Traurigkeit ist nicht vorgetäuscht; denn der Blues ist Teil ihrer Lebenserfahrung, die sie durch ihre Songs zum Ausdruck bringt. "Blues bedeutet Traurigkeit und Rhythmus, nicht still dasitzen zu können" sagt Jeni Williams. Ihre Musik ist energiegeladener Funk Rock, ein spannungsgeladener Rhythmus, der die Zuhörer hypnotisch in seinen Bann schlägt: Baß und Schlagzeug, exakt und eindringlich, klare Funk Akkorde auf der Gitarre und eine Stimme voller Kraft und Klarheit.
Neben Eigenkompositionen singt sie Songs wie "Always on the Run" von Lenny Kravitz, "Dance Little Sister" von Terrence Trent D'Arby, "100 Ways" von Skunk Anasie, oder Klassiker, darunter Stücke von Led Zepplin, Sly & The Family Stone oder Mother's Finest. Aber die Songs sind nicht einfach bloß "gecovert",. Jeni Williams interpretiert sie mit ihrem eigenen Stil. Ihre Songs sind aggressiver Rock, funky, aber auch emotional und ruhig; der Darbietung nach angesiedelt zwischen Soul und Jazz mit viel Gefühl. Ihr Interesse gilt im allgemeinen mehr hartem, rockigem Funk. Die Gitarre trocken wie Staub, Baß und Schlagzeug hart gespielt, und das im Zusammenklang mit wunderschönen, spannungsgeladenen Melodiebögen.
Jeni Williams versteht es, mit ihrer beeindruckenden Gestik und Mimik eine phantastische Atmosphäre zu schaffen. Mit ihren Songs erzählt sie Geschichten, wie sie das Leben schreibt: über eine Hausfrau, die keine Luft mehr bekommt, über Spieler, über Mütter und Töchter. Es scheint als hätte sie nun auch noch die perfekte Besetzung für ihre Original Band gefunden.