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Jazz-November 2016: Kalo Yele

  • Datum:Samstag, 12. November 2016
  • Ort:Becher-Saal
  • Zeit:20:00 Uhr

Der Herbst ist die Zeit der Kürbisse. Die meisten Menschen werden das Gemüse verkochen, oder Gesichter in die Schale schneiden. Manche trinken ihren Mate daraus. Aber nur die wenigsten kommen wohl auf die Idee, auf Kürbissen Musik zu machen.

Doch ohne Kürbisse kein Balafon: Das westafrikanische Instrument ist ein Xylophon, unter das Kalebassen gehängt wurden. Die ausgehöhlten Flaschenkürbisse dienen als Resonanzkörper, verstärken also den Klang ähnlich dem Körper einer Geige.

Aly Keïta ist ein Großmeister dieses – in Europa – ungewöhnlichen Instruments. Dennoch die Frage: Kann man mit einem pentatonisch gestimmten Instrument Jazz spielen?

Die Antwort ist klar: Man kann – und zwar richtig virtuos. Die Schlegel in seinen Händen wirbeln in einer Geschwindigkeit über die Klangstäbe, dass man sie nur noch verschwommen wahrnimmt. Das alles wirkt so leicht, ist aber richtig schwierig. Dafür braucht es schon einen wahren Könner, der Schwere so leicht wirken lässt. Doch mit einem Ausnahmetalent ist es hier nicht getan:

Aly Keïta braucht kongeniale Partner, um einen wirklich einzigartigen Sound zu kreieren. Die kommen beide aus der Schweiz: An Bass-Klarinette und Sopran-Saxophon steht Jan Galega Brönniman. Schlagzeuger Lucas Niggli gibt im Trio den Rhythmus vor.

Wobei das nur die halbe Wahrheit sind: Geboren sind Niggli und Brönnimann nämlich beide in Kamerun. Schon dort wurden sie Sandkastenfreunde – und haben sich seitdem nicht mehr verloren. So gewährten sie Keïta die Bitte, in ihren Bund aufgenommen zu werden – und das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen:

Es ist eine schnelle, fröhliche Spielart des Jazz. Sie selbst nennen es African Jazz Trance – und es kann wirklich sein, dass sie so wirken: Wie in Trance. Man wird den Eindruck nicht los, dass sich da drei gefunden haben, die sich wirklich gut verstehen. Diese Musik strahlt in den buntesten Klangfarben, verbreitet pure Lebensfreude.

Auch das erste Album spricht eine ganz deutliche Sprache: Die Scheibe als „gelungen“ zu bezeichnen, wäre stark untertrieben. Wenn afrikanische Pentatonik und zwei musikalisch wahnsinnig freie Jazzer aufeinandertreffen, entsteht in jedem Moment wunderbar Unerwartetes.
Eine wilde, kunterbunte Mischung – die voll ins Schwarze trifft.

Eintrittspreise an der Abendkasse:
23 € Eintritt normal
19 € Eintritt ermäßigt für Schüler, Studierende, Auszubildende, Mitglieder des Jazzforum Bayreuth e.V.

Kassen- und Saalöffnung um 19:00 Uhr, keine Platzreservierung möglich. Das Team von Becher Bräu garantiert die gute Versorgung mit Getränken und Snacks.

Kalo Yele bei intaktrecords

Besetzung:
Aly Keïta Balafon, Kalimba
Jan Galega Brönnimann Bass Clarinet, Contrabass, Clarinet, Soprano Saxophone
Lucas Niggli Drums, Percussion

 

Tour unterstützt durch:

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