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Jazz-November 2011:
Vortrag: Liszt als Prototyp des zeitgenössischen Superstars?

  • Datum:Samstag, 05. November 2011
  • Ort:Becher-Saal
  • Zeit:00:00 Uhr

Franz Liszt war bekanntlich unter anderem ein Klaviervirtuose, der vor allem solistisch zu überzeugen wusste. Dabei griff er einerseits auf Melodien zurück, die gewissermaßen den Status von „Standards“ erreicht hatten, und andererseits fantasierte er über diese – bis an die Grenzen seines Instruments und des (Nach-)Spielbaren. Ist Liszt somit der Vorbote von zeitgenössischen Jazzpiano-Größen wie Chick Corea, Keith Jarrett oder Joachim Kühn? Oder hinkt der Vergleich?
Die Begeisterung, welche Franz Liszt seinerzeit auslöste, war außergewöhnlich. Insbesondere seine weiblichen Verehrerinnen lagen ihm buchstäblich zu Füssen. Lässt sich diese übersteigerte Schwärmerei gleichsetzen mit der, die Superstars moderner Pop- und Rockmusik entgegengebracht wurde bzw. wird? Ist Liszt also zugleich auch Vorbote von Berühmtheiten wie Elvis Presley, Michael Jackson oder gar Madonna?
Der kontroverse Vortrag wird, gespickt mit zahlreichen Beispielen, der Frage nachgehen, was uns Liszt über die Musik der Gegenwart verrät, wenn wir sie ihm bzw. seiner Zeit direkt gegenüberstellen.
Der Referent, Nico Thom, betreut das Lippmann+Rau-Musikarchiv in Eisenach und ist Wissenschaftler an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar.