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David Helbock Solo

  • Datum:Freitag, 01. Dezember 2017
  • Ort:Kammermusiksaal im Steingraeber-Haus
  • Zeit:20:00 Uhr

Tickets

Eintritt normal14.00 
Eintritt ermäßigt7.00 Gilt für Schüler, Azubis, Studierende – bis 16 Jahre Eintritt frei –

Karten für Mitglieder mit freiem Eintritt bitte reservieren unter karten(at)jazz-bayreuth.de.

Einen echten Einzelkämpfer haben wir selten: Ein Abend, ein Mann, ein Piano, ein Saal und hoffentlich viele Besucher bei David Helbock. Wie, der Name kommt Ihnen bekannt vor?

Ja, der Vorarlberger war schon im November 2015 in Bayreuth zu Gast: Als Einspringer beim Marie Séférian Quartett – und davor 2014 mit seiner genial-irrwitzigen Truppe Random Control.

Bayreuth scheint David Helbock also bereits ein wenig ans Herz gewachsen – so sehr, dass er sich jetzt ganz allein dem Publikum stellt.

Doch der Mann mit der Klaviertasten-Strickmütze hat schon ganz andere Herausforderungen mit Bravour gemeistert: So wollte er 2008 dem Vorbild des Brasilianers Hermeto Pascoal nacheifern.

Dieser hatte einen „musikalischen Kalender“ geschaffen mit 365 eigenen Kompositionen darin – für jeden Tag des Jahres eine. Also hat Helbock es ihm kurzerhand nachgetan  – und präsentierte glatt zwei Jahre später ein 600 Seiten dickes Werk mit ebenfalls 365 Eigenkompositionen.

Doch was erwartet uns an einem Helbock Solo-Abend? Spielt einer, der so viel komponiert hat etwa einfach seine alten Stücke? Oh Nein, denn hier kommt die gute Nachricht: Man kann gar nicht sagen, was einen erwarten wird.

Helbock ist an der Grenze zur Schweiz aufgewachsen – Lichtenstein und Deutschland in unmittelbarer Nähe. So einer musste zum Grenzgänger werden. Das ständige Experiment ist sein Programm. Sicher: Damit ist er im modernen Jazz nicht alleine, aber Helbock treibt das Experiment nochmal einen Schritt weiter.

Am Schönsten hat das wohl das österreichische Fernsehen in einem Porträt formuliert. Da ist die Rede von „fantasievollen Klangfarben-Feuerwerken, ausgefeilte musikalische Spielereien. Einflüsse der Klassik, des Pop und der Welt- und Volksmusik sind unüberhörbar. Weltoffenheit paart sich gezielt mit Können und Experimentierfreude am Klavier.“

Die Experimentierfreude endet bei David Helbock bewusst nicht an den Tasten. Warum auch? Man kann schließlich aufstehen und mit allerlei Gegenständen direkt auf den Saiten des Instruments musizieren, den Klang elektronisch verfremden und zerstückeln oder Dinge per Tastenanschlag durch den Innenraum des Flügels jagen.

Was dann passiert? Finden wir es heraus, wenn sich einer der wendigsten und fittesten Improvisateure die Europa wohl aktuell zu bieten hat wieder bei uns blicken lässt und nicht nur mit dem Klavier, sondern sicherlich auch mit der genialen Akustik im Hause Steingräber zu spielen weiß.

Besetzung:
David Helbock p

AK 14 € / ermäßigt 7 €

Haus Steingraeber

David Helbock